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Die Strutz-Mühle - der steirische Landessieger von "9 Plätze - 9 Schätze"

Es ist eine einzigartige Mühle, die am rauschenden Schwarzbach klappert: Die Strutz-Mühle im Herzen der Südweststeiermark. Vom „Mühlen-Peter“ aus, teils originalen Teilen selbst gebaut und restauriert, lädt die romantische Schaumühle zu einer Reise, in der das (Mühl-)Rad der Zeit besonders liebevoll zurückgedreht wird.

Ein Naturjuwel im Tal der weißen Sulm.

Wunderschöne Wander- und Themenwege, eine faszinierende Wasserwelt – und mittendrin ein Ort, „wie es früher einmal war“. Hier in Wielfresen bei Eibiswald, an den westlichen Ausläufern der Koraple, liegt die Strutz-Mühle – ein wahres Juwel, verborgen im Tal der weißen Sulm. „Es ist mein Lebenswerk“, erzählt uns ihr Gründer Peter Fürbass. Sieben Jahre lang hat der Senior-Gastwirt und gelernte Zimmermann − von vielen herzlich „Mühlen-Peter“ genannt – die zweigängige Schaumühle selbst gebaut. Mit viel Hingabe und Leidenschaft – und mit viel Liebe fürs Detail. In tausenden Arbeitsstunden hat er originale Mühlenteile und alte Gebäude vor allem im Koralmgebiet abgetragen, aufwendig restauriert und daraus am Ufer des Schwarzbaches „seine“ Mühle errichtet. „24 Mühlen standen früher im Gebiet der Weißen Sulm. Heute gibt es nur noch die Strutz-Mühle“, erklärt er weiter. Er habe sie in Erinnerung an seinen Vater gebaut. „Auch meine Familie hatte eine Mühle. Als Kind war es meine Lieblingsbeschäftigung, dort zu sein.“

Die Strutz-Mühle ist ein kostbares Kleinod mit einer mehr als 150-jährigen Geschichte. Seit 2006 ist das Kulturgut auch für Besucherinnen und Besucher täglich geöffnet. Als „Müller“ führt Peter Fürbass seine Gäste persönlich durch sein Lebenswerk und zeigt, wie bis vor rund 60 Jahren Getreide zu Mehl vermahlen wurde. Es ist eine charmante Zeitreise in das frühere Müller-Handwerk – an allen Ecken und Enden der funktionstüchtigen Mühle spürt man das liebevolle Schaffen des Hausherrn. Das drei Meter hohe Mühlrad, eine mehr als hundert Jahre alte Mini-Getreidewinde, ein traditioneller Schleifstein und die heimelige Backstube begleiten uns vom Getreide bis zum Brotlaib. Antike Werkzeuge zieren die Wände. Die Mehlkästen, die historischen Möbel – fast alles ist aus Holz gefertigt und erinnert an längst vergangene Zeiten. Das Herz der Mühle ist das originale Mühlengetriebe aus dem Jahr 1854, wie uns der „Mühlen-Peter“ stolz erzählt. Und auch das behagliche „Müller-Stüberl“ im ersten Stock lässt uns das damalige Leben erahnen. Über dem Bett hängt eine Glocke, die über ein Seil mit dem Mühlrad verbunden ist: War es wieder Zeit zum Aufschütten des Getreides, wurde der Müller durch ein Klingeln geweckt.

Doch sind es nicht nur dieser Ausflug in die Vergangenheit und die liebenswürdige Gastfreundlichkeit von Peter Fürbass, die diesen Besuch so besonders machen. Die Ruhe und Abgeschiedenheit der Mühle, das leise Plätschern des Schwarzbachs, die herrliche Landschaft des Tals laden Groß und Klein zum Energietanken und Verweilen ein. Auch für das leibliche Wohl wird hier mit einer schmackhaften „Mühlen-Jause“ bestens gesorgt. Wer Fisch bevorzugt, der kann sich bei der Mühle sein Essen sogar selbst angeln und auch selbst zubereiten. Die Tagesfischerkarten für die umliegenden Gewässer mit Bachsaiblingen, Bachforellen u.v.m. können im Alpengasthof Strutz erworben werden.
So ist es auch die Kraft des Wassers, die uns hier beständig umgibt. Ein eigens angelegter Kneippweg, das erfrischende „Katharinas Brunnerl“ und das Mühlrad selbst werden vom klaren Schwarzbach gespeist – der gleich danach in die Weiße Sulm mündet. Über 29 Kilometer schlängelt sich dieser Fluss durch die Weiten der Weststeiermark. Bald nach dem Ursprung der Weißen Sulm, etwa zehn Kilometer von der Strutz-Mühle entfernt, tost ein 60 Meter hoher Wasserfall über Felstreppen hinab – ein sehenswertes Naturschauspiel!

Wer die Strutz-Mühle besucht, der kann sich gut und gerne auch ein paar Tage Zeit nehmen – hat das Gebiet doch so viel zu bieten. Eingebettet in einen Buchen-Fichtenwald, findet sich in der Nähe auch das einzige Eklogit-Gestein der Steiermark: Eine spektakuläre und gewaltige Felsformation, die man über ein natürliches Steintor erreicht. Und nicht zu vergessen: Die romantische Strutz-Mühle befindet sich im Süden des steirischen Schilcherlands – eine Region, die nicht nur für ihren Wein, sondern vor allem auch für ihre wunderbare Landschaft, Kultur und Kulinarik bekannt ist. (Quelle: ORF Steiermark_Reischl)

Kontakt

Alpengasthof Strutz
Peter Fürbass
Wielfresen 26a
8551 Wielfresen