Blick auf das Hochgrail Massiv im Schilcherland  | © Foto-Augenblick

Weststeiermark DAC

Fokus auf die Herkunft

Um die Steiermark und ihre drei Weinbaugebiete in Zukunft erfolgreich zu positionieren, gibt es seit dem Weinjahrgang 2018 ein Herkunftssystem, welches sich in Südsteiermark DAC, Vulkanland Steiermark DAC und Weststeiermark DAC aufgliedert. Das Schilcherland steht mit dem Westeiermark DAC für einzigartige Qualität, durch die Herkunft. 


Districtus Austriae Controllatus

Der Schilcher ist die Ikone der Region. Aber selbst, wenn 70 Prozent der Rebfläche dem Schilcheranbau vorbehalten bleiben, bestätigen auch vielfach prämierte Weißweinsorten die Qualität auf allen Ebenen. Im Schilcherland gedeihen ausgezeichnete Weißweine wie Welschriesling, Weißburgunder, Chardonnay, Sauvignon Blanc, Sämling, Grauburgunder und Muskateller.

Die Entwicklung des Weins zeigt sich deutlich in seiner Bandbreite, man ging aber noch einen Schritt weiter. Seit dem Jahrgang 2018 ist das Schilcherland als Weststeiermark DAC Teil des DAC-Systems, um seine Herkunft optimal zu vermarkten. Das Wichtigste ist die Unterteilung in eine dreistufige Qualitätspyramide, beginnend mit Gebietswein, dann Ortswein und Riedenwein.nDie vertretenen Rebsorten sind Blauer Wildbacher (als Schilcher), Welschriesling, Weißburgunder, Morillon, Grauburgunder, Riesling, Gelber Muskateller, Sauvignon Blanc, Traminer sowie Cuvées daraus. Je höher die Stufe, desto enger gefasst ist das Gebiet, aus dem die Trauben kommen, und umso länger reift der Wein.

© Wein Steiermark

Drei Stufen: Gebietswein – Ortswein – Riedenwein

Die Verantwortungsträger der steirischen Weinwirtschaft zogen aus diesem Grund in den letzten Monaten an einem Strang und feilten in einem intensiven Prozess an einem eigenen steirischen DAC-System. Das Ergebnis ist eine dreistufige Herkunftspyramide, die sich in Gebietsweine, Ortsweine und Riedenweine gliedert. Man zeigt sich überzeugt, dass das neue Herkunftssystem der bereits bestehenden Qualität des Steirischen Weins gerecht wird. Gleichermaßen wird dadurch auch sichergestellt, dass die Qualitätsentwicklung in Zukunft beschleunigt wird.

Das neue Herkunftssystem streicht ganz bewusst die Vorzüge des steirischen Weins hervor: Die traditionelle Rebsortenvielfalt bleibt erhalten, wobei auf der Orts- und Riedenebene der Fokus auf lokal vorherrschenden Leitsorten liegen wird. Die Inverkehrbringungstermine mit 1. März bzw. 1. Mai wurden so gewählt, dass die Weine genügend Zeit zur Entwicklung ihres herkunftstypischen Charakters erhalten und ihr Potenzial speziell auf Orts- und Riedenebene voll entfalten können.

Der Startschuss für das Herkunftssystem ist vom Regionalen Weinkomitee für die Ernte 2018 vorgesehen. Die endgültigen Weichen für das steirische DAC-System müssen zuvor allerdings noch vom Bundesministerium gestellt werden, das die Verordnung mit seiner Unterschrift absegnen muss.

Mit der Implementierung des steirischen DAC-Systems steigt die Zahl der DAC-Gebiete Österreichs auf insgesamt 13.

(Quelle: Österreich Wein)

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