Pfarrkirche Frauental

Pfarrkirche Frauental

Die Pfarrkirche Frauental entstand aus einer Betriebshalle der ehemaligen Messingfabrik. Sie wurde bereits als Notkirche betrieben, bevor 1950 mit dem Kirchenbau begonnen wurde. Am 7. November 1954 erfolgte die Kirchweihe. Das ursprüngliche Patrozinium war der 11. Oktober, das Fest der "Mutterschaft der Allerseligsten Jungfrau Maria", heute ist das Patrozinium der 1. Jänner, das Hochfest der "Gottesmutter Maria". Baumeister war Karl Lebwohl, der auch für die Kirche in Bärnbach verantwortlich zeichnete. Der 40 m hohe Turm beherbergt die Sakristei und erhielt 1962 vier Glocken: Dreifaltigkeitsglocke (dis) - 1300 kg, Christkönigglocke (fis) - 770 kg, Josefsglocke (gis) - 530 kg, Muttergottesglocke (h) - 310 kg. Die Gewölbe-Holzdecke in der Hallenkirche fertigte der Tischler Ernst Kainz im Jahre 1983. Die Einrichtung ist von frühbarock bis modern und wurde vielfach gespendet: Der frühbarocke Hochaltar (1558) mit Statuen des Hl. Petrus und des Hl. Johannes stammt aus der Hauskapelle des Städtischen Altenheimes in Bruck. Das Altarbild "Maria mit Kind" aus dem Jahre 1619 ist florentinischer Herkunft. Der Volksaltar als "Katalysator der Seele" wurde 1992 von Werner Schimpl geschaffen. Die Porzellanelemente (stellen die Verbindung zur ehemaligen Keramikfabrik dar) sind zu einem Block geschichtet, welcher durch die porige Beschaffenheit des Materials Einblick in das Innere gewährt: Christus sieht uns. Wir sehen ihn. Die Altarplatte und Sockelelemente aus Sandstein stellen den Bezug zum Ambo (1984) und zum Taufbecken (1972) her, die der Bildhauer Alfred Schlosser geschaffen hat. Die Taufecke ist durch ein Keramik-Relief von Wilma Niedermayer-Schalk - 1956: Christus, der Auferstandene, sendet den Geist - ausgekleidet. Ein weiteres Keramik-Relief von ihr befindet sich gegenüber - 1955: Allherrscher. Sie zeigen wieder die Verbindung zur ehemaligen Porzellanfabrik. Den Kreuzweg gestaltete 1956 der weststeirische Künstler Toni Hafner in 14 Tafelbildern mit Holzrand. Die mechanische "Johann Pircher-Orgel" stammt aus dem Jahre 1960 und hat 12 Register. Die 6 Glasfenster der Kirche wurden 1992 vom gebürtigen Schwanberger Bruno Wildbach(er) geschaffen. Sie thematisieren Engel als Künder der göttlichen Botschaft (Michael, Gabriel, Serafim, Kerubim, Raphael und die Auferstehung). Wir wissen nicht, wie die Engel aussehen, aber sie geben uns eine Botschaft. Der Künstler selbst sagt: "Es ist in den Fenstern zu sehen, was jeder zu sehen gewillt ist." Die Seitenkapelle (Kreuzkapelle): Die Glasfenster bzw. die Abtrennung zur Kirche wurden vom Frauentaler Lehrer Josef Tomaschitz 1992 geschaffen. Die Fenster der Außenwand stellen symbolisch die drei Sakramente Taufe (links), Eucharistie (Mitte) und Firmung (rechts) dar. Bei der Glastür zur Seitenkapelle wurde die Eucharistie in den Mittelpunkt gesetzt. Dazu sind noch in den verschiedenen Teilflächen die Sakramente Priesterweihe, Buße, Krankensalbung und Ehe dargestellt. Außerdem bildet der Mittelteil (Eucharistie) mit den Wandteilen symbolisch ein Auge, das als Zeichen für alles Leben und die Kraft des Sehenden steht. Altar, Bibelpult - als Ort des Wortes - und Tabernakel - Jesus wird sichtbar in Gestalt des Brotes - wurden von Werner Schimpel geschaffen, der insgesamt 12 Altarräume gestaltet hat, u.a. St. Ulrich, Straß, Fernitz. Die Kreuzigungsgruppe mit den Statuen von Maria und Johannes stammen aus dem 17. Jhdt. und sind ein Geschenk aus Osterwitz. Das Kreuz ist ein ehemaliges Feldkreuz aus dem Ort Frauental.

Kontakt

Pfarrkirche Frauental
Hinterleitenstraße 7
8523 Frauental an der Laßnitz