Hannes Schwarz - Grenzgänger am Rande der Moderne

Die Auseinandersetzung mit der Zeitgeschichte und der Gegenwartskunst war für den steirischen Künstler Hannes Schwarz in allen Schaffensphase werkprägend. Vor allem die Gräuel des Krieges hatten tiefe, lebensprägende Spuren hinterlassen, die sich in vielen seiner frühen Arbeiten lesen lassen.
Ab 1945 begann für ihn eine intensive geistige Auseinandersetzung, die zu einer völligen
Neuorientierung führte. In den folgenden Jahren setzte Schwarz sich mit den Arbeiten von Max
Horkheimer und Theodor W. Adorno auseinander.1948 lernte er Anton Kolig kennen. Die Freundschaft blieb bis zum Tod Koligs bestehen.

Hannes Schwarz begann zu malen und wurde zu einer fixen Größe der Grazer Kunstszene. Er ließ sich jedoch auch, um leben zu können, zum Volksschullehrer ausbilden, später wurde er Hauptschullehrer und Gymnasialprofessor.
1955 gewannen für ihn die Schriften von Schopenhauer, Kolakowski und Wittgenstein neben denen
der Existentialisten und der Frankfurter Schule an Bedeutung.
Sein Weltbild findet besonders in den Gitterbildern aus den 1960ern seinen Niederschlag. Gitterstäbe und geschundene menschliche Leiber - Symbole der Zwänge und der Ausweglosigkeit des Lebens.1980 führt eine Spanienreise zur Beruhigung seines Stils. Der Mensch verschwindet, menschenleere Landschaften als Sinnbilder des Lebens dominieren. In seinem Spätwerk findet er zu Motiven, die kultische und sakrale Assoziationen wachrufen.
Im Vorjahr hätte Hannes Schwarz seinen 95.Geburtstag gefeiert. Das Steierische Feuerwehrmuseum Kunst & Kultur würdigt mit dieser Ausstellung das Werk dieses großen steirischen Künstlers.

Datum und Zeit

  • Sonntag, 26. Juni 2022 - Sonntag, 28. August 2022
  • Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Samstag, Sonntag
    10:00, 10:00 Uhr

Kontakt

Steirisches Feuerwehrmuseum Kunst & Kultur
Marktstraße 1
8522 Groß St. Florian
Telefon 0043 3464 8820

Veranstaltungsort

Steirisches Feuerwehrmuseum Kunst & Kultur
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